Nächster Schritt zur Realisierung des Steinkohlekraftwerks Krefeld

Erörterungstermin im Seidenweberhaus Krefeld

13.09.2010

Krefeld. Das Trianel Kraftwerksprojekt im CHEMPARK Krefeld-Uerdingen kommt mit dem Erörterungstermin in der Zeit vom 20. September 2010 – 01. Oktober 2010 im Krefelder Seidenweberhaus seiner Realisierung einen entscheidenden Schritt näher. Die Trianel Pressekonferenz im Krefelder Seidenweberhaus. v.l.n.r. P. Sporer, Dr. J. Bewerunge, Pressesprecher E. Thyen, Geschäftsführer Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Verwaltungs GmbH M. Hektor, Dr. C. Riese. Foto: Thomas LammertzDie Bezirksregierung Düsseldorf ist Träger des Verfahrens und lädt zum Termin Einwender, Antragsteller, Gutachter sowie Vertreter der Genehmigungsbehörden und die Träger der öffentlichen Belange ein.

Der Termin dient der Erörterungen der Einwendungen, die sich aus dem Offenlegungsverfahren der Planungsunterlagen für das Trianel Kohlekraftwerk Krefeld ergeben haben ein. Insgesamt wurden 23 inhaltliche Einwendungen bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht, darunter war eine Sammeleinwendung, die von rund 22.250 Bürgern unterschrieben wurde.

Bei dem Erörterungstermin geht es in erster Linie darum, dass die Einwender ihre Anregungen, Bedenken und Kritikpunkte konkretisieren.

Aufgrund der Vorgaben des Krefelder Rates wurde der Antrag für das Kraftwerk seit 2008 mehrfach überarbeitet. Insgesamt umfassen die offengelegten Antragsunterlagen neun Aktenordner mit über 3000 Seiten Text und Plänen. In den vergangen Monaten haben auf Seiten der Antragsteller unterschiedliche Fachleute, Gutachter und Juristen den Termin vorbereitet.

„Wir gehen von einer Erteilung der Genehmigung im ersten Quartal 2011 aus, so dass der Baubeschluss für das Kraftwerk im Frühjahr 2011 gefällt werden kann“, erläutert der Trianel Verwaltungsrechtsexperte Dr. Christoph Riese.

Das moderne Kraft-Wärme-Kopplungskraftwerk auf Steinkohlebasis wird eine elektrische Leistung von 750 Megawatt haben. Durch die ganzjährige Dampfauskopplung für die Betriebe des CHEMPARK verfügt das Kraftwerk über einen besonders hohen Wirkungsgrad von mehr als 60 Prozent. Zudem emittiert die Anlage jährlich über 1,5 Millionen Tonnen weniger CO2 als ein herkömmliches Kohlekraftwerk vergleichbarer Größe. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur umweltschonenden Energieerzeugung. Das Investitionsvolumen wird bei über einer Milliarde Euro liegen.

Geplant wird das Kraftwerk von der Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbH & Co. KG, die die Interessen von Stadtwerken im Stromund Gasmarkt bündelt und damit für zusätzlichen Wettbewerb sorgt. Gemeinsam verfolgen die heute 47 Gesellschafter der Trianel GmbH das Ziel, in neue, technologisch und ökologisch fortschrittliche Kraftwerke zu investieren. Partner bei der Realisierung des Projekts ist die CURRENTA GmbH, die den CHEMPARK Krefeld-Uerdingen betreibt.

 

  • Steinkohlekraftwerk Krefeld
  • Das Trianel Netzwerk