Neues Kraftwerk für den Chempark?

Trianel für fairen Dialog zum Kraftwerksbau

09.12.2009

 

Aachen/Krefeld. „Die aktuellen Entscheidungen der politischen Interessenvertreter und die Bedenken der Bevölkerung gegen das Projekt nehmen wir sehr ernst, auch wenn wir in der Sache grundsätzlich anderer Auffassung sind“, führt Martin Hector, Geschäftsführer der Trianel Power-Projektgesellschaft Kohlekraftwerk mbH & Co. KG (TPK) aus. „Wie auch schon in den vergangenen Monaten stehen wir weiterhin für einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten zur Verfügung und haben nach wie vor die Hoffnung, zu einem positiven Ergebnis zu kommen“.

 

Für den Bau des Kraftwerkes sprechen objektive Gründe, die in der Diskussion nicht außer Acht gelassen werden dürfen:

 

1) In Deutschland stellen in den kommenden Jahren Kernkraftwerke aus politischen Gründen sowie eine Reihe konventioneller Kraftwerke aus Altersgründen den Betrieb ein. Für eine sichere Versorgung mit Strom muss Ersatz geschaffen werden. Wie viele andere Versorgungsunternehmen investiert daher auch Trianel in den Bau von neuen Kraftwerken, die nach heutigem Stand die Modernsten in Punkto Technik und Ökologie sind. Andere Großtechnologien stehen heute noch nicht in dem Maße zur Verfügung, um effizient große Mengen Strom in der Grundlast zu erzeugen.

 

2) Das neue Kraftwerk ist auch aus Klima- und Umweltgesichtspunkten sinnvoll. Das geplante Steinkohlekraftwerk in Uerdingen wird über einen elektrischen Wirkungsgrad von 46 Prozent verfügen. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der derzeit bestehenden Anlagen. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag nicht nur zur Sicherung der Versorgung sondern auch zur Einsparung von CO2-Emissionen geleistet.

 

3) Neben dem Strom kann hier gleichzeitig Dampf erzeugt werden, der am Standort für die chemischen Prozesse in den Produktionsanlagen von Bayer benötigt wird. Durch diese „Kraft-Wärme-Kopplung“ wird der eingesetzte Brennstoff in viel höherem Maße in Nutzenergie umgesetzt, als es bei herkömmlichen Kraftwerken möglich ist. Der Gesamtwirkungsgrad liegt unter Berücksichtigung des KWK-Aspektes bei über 50 Prozent. Gegenüber der getrennten Erzeugung von Strom und Dampf werden so in erheblichem Umfang Brennstoffe gespart und Emissionen vermieden.

 

4) Durch den Bau und den Betrieb des neuen Kraftwerkes werden Arbeitsplätze im Chemiepark nachhaltig gesichert. Darüber entstehen bei Bau-, Zulieferer- und Wartungsfirmen mittelbar und unmittelbar neue Stellen.

 

Das Verfahren zur Genehmigung ist gerade erst angelaufen. In diesem werden alle Aspekte zu Klima- und Umweltgesichtspunkten umfassend beleuchtet. Erst nach Abschluss der Genehmigungsverfahren wird eine Entscheidung zum Bau des Kraftwerks durch die Gesellschafter der TPK getroffen.

 

Ihre Ansprechpartner:

 

Martin Hector, Geschäftsführer

Denise Matthée, Leiterin Marketing und Kommunikation

Trianel Power-Projektgesellschaft Kohlekraftwerk mbH & Co. KG

Krefelder Straße 203, 52070 Aachen

Tel.: +49 241 4 13 20-240

E-Mail: info@trianel.com

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