Unternehmen fordern verlässlichen Rechtsrahmen: Zeitplanung für GUD-Kraftwerk wird verschoben

Trotz schwierigem Umfeld bekräftigen Currenta und Trianel die Zusammenarbeit für den Bau des Gaskraftwerks

08.07.2013

Aachen/ Krefeld-Uerdingen - Der Stadtwerkeverbund Trianel und der Chempark-Betreiber Currenta haben ihre Kooperationsvereinbarung für den Bau des Gas- und Dampf-Kraftwerks Krefeld-Uerdingen erneuert und damit die Basis für die weitere Zusammenarbeit gelegt. Mit diesem Schritt wird die Realisierung des GUD-Kraftwerks als gemeinsames Ziel unterstrichen. Gleichzeitig haben die Kraftwerkspartner aber auf die energiepolitischen Rahmenbedingungen reagiert, die derzeit einer Investitionsentscheidung entgegenstehen, und vor diesem Hintergrund ein neues Zeitfenster vereinbart.

Entgegen der bisherigen Absicht, das Kraftwerk bereits 2016 oder 2017 in Betrieb zu nehmen, muss nun eine spätere Inbetriebnahme verfolgt werden. Der neue Zeitplan setzt voraus, dass die notwendigen Randbedingungen bis Ende 2014 feststehen und führt zu einer Verschiebung des Projekts von bis zu drei Jahren. 

Das bis zu 1.200 Megawatt leistende, bereits genehmigte Gas- und Dampfturbinenkraftwerk kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, ist aber im jetzigen Marktumfeld nicht wirtschaftlich. „Wir brauchen einen politisch und rechtlich verlässlichen Rahmen, der die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerksprojekts gewährleistet“, erklärt Currenta-Geschäftsführer Dr. Günter Hilken. Hilken und Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH, sind sich einig: „Wir haben drei konkrete Forderungen an die Politik: eine verlässliche Zusage zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung für die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen; eine verlässliche Zusage dafür, dass die Umlage erneuerbarer Energien nicht auch auf selbst erzeugten und genutzten Strom aus KWK-Anlagen angewandt wird und – ganz wichtig – ein Strommarktdesign, das Anreize für die Investition in konventionelle Kraftwerke setzt.“
Becker ergänzt: „Durch die Zusammenarbeit von Currenta und Trianel können wir ein Gemeinschaftskraftwerk errichten, das auf die Herausforderungen – höchste Effizienz bei gleichzeitig höchster Flexibilität der Stromerzeugung zur Integration der erneuerbaren Energien – die richtigen Antworten gibt.“ Umso bedauerlicher sei es, so Becker und Hilken, dass auch heute – zwei Jahre nach den energiepolitischen Grundsatzbeschlüssen vom Sommer 2011 – die für den Baubeschluss notwendigen sicheren Rahmenbedingungen fehlten.
Hilken betont: „Wir wollen, dass dieses Gaskraftwerk gebaut wird. Durch die Zusammenarbeit von Currenta und Trianel erschließen sich für beide Seiten Vorteile, da die Energieversorgung des Chempark und die öffentliche Stromerzeugung miteinander optimal verbunden werden. Um eine sichere und wettbewerbsfähige Versorgung der im Chempark ansässigen Unternehmen mit Dampf auch nach dem neuen Zeitplan für das GUD-Kraftwerk dauerhaft zu gewährleisten, arbeitet Currenta derzeit daran, die vorhandenen eigenen Kesselanlagen zu modernisieren.“

„Wir sind überzeugt, dass wir mit dem GUD-Kraftwerk am Standort Krefeld-Uerdingen auf dem absolut richtigen Weg sind. Wenn sich zukünftig noch thermische Projekte rechnen, dann sitzen wir in der ersten Reihe. Insofern können wir gemeinsam mit Currenta durchstarten, sofern nach der Bundestagswahl die heute noch vorhandenen Hürden aus dem Weg geräumt werden“, sieht Becker das Projekt in einer guten Ausgangsposition. Die Attraktivität dieses Konzeptes, so Becker, werde auch dadurch bestätigt, dass Trianel am Standort Karlsruhe in Zusammenhang mit Deutschlands größter Erdölraffinerie MiRO den Startschuss für die Entwicklung eines weiteren industriellen Kraft-Wärme-Kopplungs-Projekts gegeben hat. Das GUD-Kraftwerksprojekt in Karlsruhe zeichnet sich ebenso wie das Projekt in Krefeld beispielhaft durch seine ganzjährige Wärmenutzung aus.

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